Schimmel im Keller: Ein muffiger Geruch, feuchte Wände oder dunkle Flecken an den Kellerwänden – solche Anzeichen kennen viele Hausbesitzer und Mieter. Schimmel im Keller ist nicht nur ein optisches Problem, sondern auch eine ernsthafte Bedrohung für Ihre Gesundheit und die Bausubstanz Ihres Hauses. Doch woher kommt der Schimmel, und wie können Sie ihn dauerhaft entfernen? Die Antwort liegt oft in einer Kombination aus verschiedenen Faktoren.
Schimmel im Keller
Dieser Beitrag beleuchtet, wie Schimmel im Keller entsteht, welche gesundheitlichen und baulichen Risiken damit verbunden sind und welche wirksamen Sanierungsmöglichkeiten es gibt. Mit den richtigen Maßnahmen können Sie Schimmelbefall nicht nur beseitigen, sondern auch langfristig verhindern.
Warum Schimmel im Keller entsteht: Die Ursachen
Schimmel entsteht in der Regel dort, wo Feuchtigkeit und organische Materialien wie Putz, Holz oder Textilien zusammentreffen. Der Keller bietet durch seine kühlen Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit ideale Bedingungen für die Bildung von Schimmel. Hier sind die häufigsten Ursachen im Detail:
Hohe Luftfeuchtigkeit
Feuchtigkeit ist der wichtigste Faktor für die Schimmelbildung. Steigt die Luftfeuchtigkeit im Keller über 70 %, sind ideale Wachstumsbedingungen für Schimmel gegeben. Gründe für die erhöhte Feuchtigkeit können sein:
- Unzureichendes Lüften: Wenn feuchte Luft nicht aus dem Raum entweichen kann. Lese-Tipp: Richtig Lüften im Winter.
- Falsches Heizverhalten: Kalte Kellerräume, die nicht beheizt werden, führen häufig zu Kondenswasser an den Wänden.
- Eindringendes Wasser: Regen- oder Grundwasser kann durch unzureichende Abdichtungen in den Keller gelangen.
TIPP! Es lohnt sich im Keller, aber auch im Wohnzimmer, Schlafzimmer etc. einen Hygrometer auszustellen. So hat man die Luftfeuchtigkeit immer im Blick und kann schon bevor Schimmel entsteht reagieren und handeln. Unsere Empfehlung: Thermo Pro Hygrometer 3er Pack für 14,99€.

Bauliche Mängel
- Fehlende oder defekte Abdichtungen: Ältere Gebäude sind besonders anfällig, da Abdichtungen oft nicht mehr intakt sind.
- Mangelhafte Wärmedämmung: Kalte Kellerwände begünstigen Kondenswasserbildung, was wiederum Schimmelwachstum fördert.
Wasserschäden
- Leckagen in Rohrleitungen.
- Defekte Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen.
- Eindringendes Wasser nach Starkregen.
Falsches Lüften und Heizen
- Dauerhaft gekippte Fenster führen dazu, dass feuchte Luft nicht abtransportiert wird.
- Stoßlüften ist deutlich effektiver, da es für einen schnellen Luftaustausch sorgt.
- In unbeheizten Kellerräumen bleibt die Feuchtigkeit oft bestehen.
Anzeichen für Schimmel im Keller
Erste Anzeichen von Schimmel sind oft leicht zu erkennen. Diese Hinweise sollten Sie ernst nehmen:
- Muffiger Geruch: Schimmelpilze geben flüchtige Verbindungen ab, die einen modrigen Geruch verursachen.
- Dunkle Flecken: Schwarze oder grünliche Verfärbungen an Wänden, Decken oder Möbeln.
- Feuchte Wände: Ständig feuchte Flächen oder sichtbares Kondenswasser sind Alarmsignale.

Möglichkeiten zur Schimmelbeseitigung
Eine erfolgreiche Sanierung von Schimmel im Keller beginnt mit der Ursachenforschung und endet mit präventiven Maßnahmen. So gehen Sie vor:
Ursachenanalyse
Zunächst muss festgestellt werden, warum die Feuchtigkeit entstanden ist. Ein Fachmann kann mittels Messungen und Untersuchungen die genauen Gründe ermitteln, z.B.:
- Beschädigte Abdichtungen.
- Kaputte Rohrleitungen.
- Falsches Lüftungsverhalten.
Beseitigung der Feuchtigkeitsquelle
- Reparaturen durchführen: Dazu gehört die Behebung von Leckagen und defekten Rohren.
- Nachträgliche Abdichtung: Wenn die Abdichtung des Kellers nicht mehr ausreicht, sollte eine nachträgliche Außen- oder Innenabdichtung vorgenommen werden.
- Dämmmaßnahmen: Wärmedämmungen verhindern die Bildung von Kondenswasser.
Lüftungsmaßnahmen
- Regelmäßiges Stoßlüften ist unerlässlich. Dabei sollten Fenster für 5–10 Minuten komplett geöffnet werden.
- Mechanische Lüftungssysteme können zusätzlich helfen, die Luftfeuchtigkeit konstant zu regulieren.
Schimmelentfernung
- Sichtbare Schimmelstellen reinigen: Verwenden Sie spezielle Schimmelentferner aus dem Fachhandel. Bei kleinen Flächen kann auch 70-prozentiger Alkohol (Isopropanol) verwendet werden. Der Mellerud Schimmelentferner ist unsere persönliche Empfehlung.
- Professionelle Sanierung: Bei großflächigem Schimmelbefall oder bei Schimmel in der Bausubstanz ist ein Fachbetrieb notwendig.
- Schutzmaßnahmen: Tragen Sie bei der Reinigung Handschuhe, Atemschutzmasken und Schutzkleidung, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Schimmel im Keller
Vorbeugende Maßnahmen sind essenziell, um Schimmelbildung im Keller langfristig zu vermeiden und die Bausubstanz zu schützen. Ein zentraler Punkt ist die regelmäßige Kontrolle der Luftfeuchtigkeit, die mithilfe eines Hygrometers unkompliziert überwacht werden kann. Eine Luftfeuchtigkeit von unter 60 % sollte dabei angestrebt werden, um das Risiko von Schimmelbildung zu minimieren.
Zusätzlich spielt ein optimiertes Heiz- und Lüftungsverhalten eine entscheidende Rolle. Die Temperatur im Keller sollte möglichst konstant gehalten werden, da starke Temperaturschwankungen Kondensation an den Wänden begünstigen können. Regelmäßiges Stoßlüften sorgt dafür, dass feuchte Luft schnell aus dem Raum entweichen kann. Dauerhaft gekippte Fenster hingegen sind wenig effektiv und können sogar dazu führen, dass feuchte Luft von außen in den Keller gelangt.
Neben diesen Alltagsmaßnahmen ist auch die präventive Sanierung von großer Bedeutung. Eine fachgerechte Abdichtung der Kellerwände schützt vor eindringendem Wasser, während eine gute Wärmedämmung verhindert, dass sich Kondenswasser an kalten Oberflächen bildet. Besonders bei älteren Gebäuden ist es ratsam, die bestehende Bausubstanz auf Schwachstellen prüfen zu lassen und gegebenenfalls entsprechende Sanierungsmaßnahmen durchzuführen. So lassen sich nicht nur künftige Probleme mit Schimmel vermeiden, sondern auch die allgemeine Wohnqualität deutlich verbessern.
Fazit: Schimmel im Keller
Schimmel im Keller ist ein Problem, das sowohl die Gesundheit als auch die Substanz Ihres Hauses beeinträchtigen kann. Um dieses Problem effektiv zu lösen, ist es entscheidend, die Ursachen der Feuchtigkeit zu erkennen und konsequent zu beseitigen. Von baulichen Maßnahmen über korrektes Lüften bis hin zur professionellen Schimmelentfernung – jede Maßnahme trägt dazu bei, Ihren Keller langfristig schimmelfrei zu halten. Mit einer guten Prävention schützen Sie nicht nur Ihr Gebäude, sondern schaffen auch ein gesundes Raumklima.
Wenn Sie bereits erste Anzeichen von Schimmel bemerken, handeln Sie frühzeitig. Je schneller das Problem angegangen wird, desto einfacher und kostengünstiger ist die Sanierung.